Montag, 26. Mai 2008

passt ja. kino, ich komme.

http://which-film-hero.are-you-really.com/


I am :
Indiana Jones : 77%
Néo (Matrix) : 75%
Hannibal Lecter : 74%
James Bond : 72%
Eric Draven (The Crow) : 72%
Jim Levenstein (American Pie) : 72%
Tony Montana (Scarface) : 72%
Maximus (Gladiator) : 72%
Yoda (Star Wars) : 69%
Forrest Gump : 68%
Batman / Bruce Wayne : 66%
Shrek : 66%

küchenbau, umzug, und immer noch nicht fertig

wer zeit hat, braucht sie auch.

meine letzte wohnung hat noch einen monat restmietzeit, auch wenn ich schon in der neuen wohne. vorher wird sie nicht leer sein. meine vorletzte wohnung hat ein großen speicher - und solange mein früherer mitbewohner da noch bleibt, kann ich auch noch kram da lagern lassen. und meine eltern beschweren sich auch in regelmäßigen abständen, dass noch meine altbestände aus jugendzeit in ihrem keller vermodern.

es ist zeit, radikal auszumisten. angefangen hab ich bereits. originale vhs-kassetten weggeworfen. kistenweise. brauch ja keiner mehr. cds mit alten daten weichen auch, wird alles auf festplatten untergebracht.

nur meine bücher werd ich alle behalten. maßlosigkeit, neid und wie die todsünden alle heißen: vergesst sie. es gibt nur diese eine: bücher wegwerfen. vielleicht noch kochen in der mikrowelle, als eine halbe oder so.

Donnerstag, 15. Mai 2008

literarische altlast

wie zuvor angekündigt hab ich nach dem subjektiven bericht meines krankenhausaufenthaltes gesucht - und ihn auch gefunden. backup sei dank. also los:


Stille Nacht? Unheilige Nacht!
------------------------------
Nachtschwester Bettina rannte zum wiederholten mal ins Einzelzimmer von Frau Buschkamp. Die kardiologische Station des urbanen Klinikzentrums erleuchtete und -schallte nämlich gerade ebenso zum wiederholten mal in blendenden Geräuschen und kreischenden Lichtern. Ich hob meine Augenlider zu nicht mehr als 40% und öffnete recht unmotiviert meine Ohren in die zugehörige Richtung.
Diese Nacht... An Schlaf war nicht wirklich zu denken. Warum? Das lässt sich in kurzen Worten zusammenfassen: wie schon erwähnt spielten die Elektroden an Frau Buschkamps nicht mehr ganz jugendlichem Körper - spätestens seit sie sich unfreiwillig auf dem nächtlich benebelten Weg zur Toilette von ihnen befreit hatte - Kirmes mit dem gesamten Stationsgang. Dazu kam noch, dass die zwei noch weniger jugendlichen Veteranen zu meiner rechten auch ohne einen Tropfen Benzin für die Kettensäge in der Lage gewesen wären, nicht weniger als den gesamten Schwarzwald in nur einer halben Nacht zu Fall zu bringen. Selbst war ich jedoch nicht viel besser: mein Körper ließ sich ohne Kontrollmöglichkeit meinerseits nicht dazu überreden, auch nur halbwegs adäquate Vitalzeichen auf die Reihe zu bringen. Auf deutsch: mein Blutdruck hätte ohne Probleme für 2 Hansa-Pils-schlürfende Hells-Angels-Lederjacken-tragende Harley-Davidson-Goliaths ausgereicht. Und dass mein Puls schon allein der zuvor beschriebenen Geräuschkulisse entsprechend an die 200er-Grenze tendierte stand außer Frage. Dumm nur – ja, fast ungerecht - dass bereits das Erreichen des Wertes 90 mit einem anfangs noch ausdauernden lauten, bei erreichen einer regelmässigen Wiederholung der Überschreitung im 2-Minuten-Takt sehr bald jedoch dezent leiser werdenden Piepsen Schwester Bettina auf die Nerven ging. Aber selbst wenn diese Geräuschkulisse nicht gewesen wäre: meinen Schlaf hätte das keinesfalls einfacher gemacht. Immerhin trug ich Thrombose-Strümpfe, und auf meiner rechten Lende „ruhte“ ein in ein Handtuch gerollter Sandsack. Nein, ich wollte nicht bereit sein bei einer eventuell aufkommenden Flut sofort als Dammbauer in die Bresche zu springen. Er hatte einen ganz anderen Zweck: eine Wunde an eben dieser Stelle zu Heilungszwecken zusammenzupressen, die mir nur wenige Stunden zuvor absichtlich zugefügt wurde, um nichts anderes zu tun als einen meterlangen Katheter durch meine Schlagader zu stopfen und in den Kranzgefäßen meines Herzens herumzustochern. Weil ich jedoch nicht der Mensch bin, der andere gern psychisch belastet, sondern eher dazu tendiere jeder Situation etwas Positives abzugewinnen, lehnte ich mich in mein Krankenhausbett zurück, konzentrierte mich darauf ruhiger zu atmen um meinen Puls herunterzutreiben, und ließ halbwegs entspannt weitere Eindrücke auf mich einprasseln. So fiel mir zum Beispiel auf, dass mein am Fenster liegender Zimmergenosse zu weit mehr in der Lage war, als einfach nur zu schnarchen. Nahezu melodiös klangen die gutturalen Laute, teilweise sogar nach mehreren Melodien übereinander geschnarcht. Mich persönlich würde es nicht wundern, wenn diese Geräusch-Kakophonie nächste Woche als polyphoner Klingelton im Monatspaket von Jamba angeboten würde. Auf sowas warten die doch nur. Etwas über eine Stunde später als erwartet – es war also nahezu 2 Uhr in der Früh – erschien dann die diensthabende Ärztin um mich aus meinem Pampers-artigen Druckverband-Gefängnis zu befreien. Nachdem sie mich (oder besser: mein Bett) mit einer gekonnten Bewegung noch im Hereinkommen flachlegte, erwarteten mich zwei Überraschungen. Zum einen starrte mich von unter der Bandage ein blauer Fleck mit den Ausmaßen des kaspischen Meeres an. Nicht wirklich ästhetisch. Zum anderen kam nach dem Nachlassen des Drucks das Gefühl in meinen Oberschenkel zurück. In diesem Fall emittierte die ehemals punktierte Arterie das Gefühl eines seit 2 Tagen überfüllten Samenleiters. Aua! Durch diesen Schmerz hatte sich mein ständiger Begleiter nahezu auf einen Level mit der ihn umgebenden Hautpartie zurückgezogen. Gut, die einzige die ihn in diesem Zustand sah war eine ÄrztIN, also nicht weiter wild. Viel wichtiger war mir daran die Erkenntnis, dass ich wohl offensichtlich nicht mit Erregung auf Schmerzen reagierte. Ein Wissen, mit dem ich Experimente in dieser Richtung nun vernachlässigen kann, was mir unter Umständen vieeeel Geld sparen wird. Nach meiner Befreiung legte ich mich für diese Nacht endgültig zur Ruhe, schaltete meine Ohren auf Durchzug und griff mir aus verzweifeltem Kuscheldrang den immer noch in meinem Bett liegenden Sandsack. Keine Mühe gab ich mir jedoch dabei, eine Schlafposition einzunehmen in der ich mit möglichst niedriger Wahrscheinlichkeit selbst anfangen würde zu schnarchen. Denn zu meinem Bedauern hatte ich eins in dieser Nacht gelernt: Wer Lautstärke bieten kann und sie nicht gegen seine Mitmenschen einsetzt ist selbst schuld. Denn von den anderen ist auch keine Rücksicht zu erwarten.



lernkurve

gestern:
küchenumzug.

gelernt:
  1. herd anschließen wollen und keinen starkstrom haben ist doof.
  2. eine gyrosplatte für 3 personen reicht für 5. mindestens.
  3. deckenventilatoren stehen irgendwo zwischen erfrischendem segen und perfider todesfalle für geheimagenten.
  4. 3,50m arbeitsplatte sind schwer. und sperrig. ehrlich!
  5. auch wenns in deinem neuen zimmer nach gras riecht - fang gar nicht erst an zu suchen.

Dienstag, 13. Mai 2008

blumenkohl? vanillekipferl?

diese nacht habe ich die letzten seiten von feuchtgebiete fertiggelesen. da hat die charlotte roche echt was geleistet! erstmal klingt das ganze buch als käme es aus dem munde meiner frau. weniger inhaltlich als sprachlich. okay, inhaltlich vielleicht auch, teilweise. und da kommt mir automatisch die frage: warum verziehen die meisten leute das gesicht darüber? tu ich auch, aber nur die mundwinkel nach oben, wenn ich nicht lieber gleich vor lachen auf dem boden lande. wenn ich ausgelesen hab, wollte meine frau mit mir noch ein paar ansichten über die absichten erörtern. freu ich mich schon drauf! denn viel was ich gelesen hab, klang auf den ersten blick krank - und auf den zweiten herrlich normal. so normal wie jeder ist, jedoch keiner zugibt zu sein.

konkret hab ich durchs lesen zwei impulse:

1. als ich gestern in mittelgroßer runde über das buch gesprochen hab, merkte ich wieder mal, wie erheiternd ich oft selbst auf miesepeter wirke. da mach ich was raus.

2. vor fast drei jahren hab ich selbst im krankenhaus gelegen, und dabei auch - weit weniger umfangreich, dafür deutlich zynischer - meine erlebnisse schriftlich festgehalten. mal schaun ob ich die datei noch irgendwo finde, dann poste ich sie hier.

Montag, 12. Mai 2008

and now for something completely different.

hallo welt.

als eröffnung dieses kleinen blogs werde ich zuerst mal eine kleine anekdote festhalten, die meine hosen (vor lachen!) zu nass gemacht hat, als dass sie vergessen werden sollte.

vor zwei wochen, an meinem geburtstag, war ich mit meiner frau (mehr zu ihr später), meiner mutter und meiner oma in paderborn unterwegs. dazu muss ich erläutern, dass meine oma recht krank und nebenbei schlecht zu fuß ist. daher ist es nicht überaschend, dass sie nicht wirklich häufig aus ihrer wohnung kommt, und erst gar nicht in die grosse stadt.

nach dem unvermeidbaren kaffeetrinken am dom verabschiedete sich meine frau. oma wollte aber noch bleiben, und bald meinte sie, sie haette auch noch appetit auf was richtiges. also gingen wir zu dritt in ein benachbartes franchise-gastro-etablissement namens celona. schon beim hereinkommen beäugte meine oma den lateinamerikanisch ausschauenden kellner, der dann auch zufällig noch für unseren tisch zuständig war. nach der bestellung, bei der oma ihn wieder interessiert musterte, fragte sie uns halb flüsternd: "was ist denn das wohl für ein landsmann?"

meine vermutung wäre auf einen argentinier gefallen, meine antwort ging aber eher in die richtung "na frag ihn doch", was lediglich ein erröten und natürlich keine nachfrage nach sich zog. als die rechnung kam - oma bestand darauf zu zahlen - studierte sie das stück papier etwas genauer als es nötig gewesen wäre. unten stand als üblicher passus es bediente sie: schichtleiter 4. oma runzelte etwas die stirn, dachte sichtbar nach und meinte schließlich: "schichtleiter... ist ja doch ein deutscher name".